Wie eröffne ich mein erstes Fitnessstudio? - Guide

By Marvin Kluten

Published 3 Juni 2022

Du möchtest dich selbstständig machen und du hast dich dazu entschieden, mit einem eigenen Fitnessstudio in der boomenden Fitness Industrie durchzustarten? Gerade in der Pandemie ist das Bewusstsein für das eigene Wohlbefinden und die Gesundheit gewachsen, und die Nachfrage nach Fitnessangeboten ist groß. Doch trotz großer Nachfrage und vielfältigen Möglichkeiten an personalisierten Angeboten, ist die Eröffnung des eigenen Fitnessstudios kein Spaziergang. Du benötigst eine Menge Planung. Darum helfen wir dir mit diesem Guide und gehen mit dir durch die nötigen Grundlagen und geben dir ein paar hilfreiche Tipps, damit deinem eigenen Business nichts mehr im Wege steht!

1. Die Grundbausteine


Was ist das mindeste, das du benötigst, um ein Fitnessstudio zu öffnen? Im Grunde, nur eine Gewerbeanmeldung, denn darüber hinaus ist im deutschen sowie österreichischen Gesetz keine weitere Voraussetzung vorgeschrieben, die dich von deinem eigenen Fitnessstudio abhält. In der Schweiz ist die Eintragung des eigenen Unternehmens in das zuständige Handelsregister gefordert, sowie spezifischere Genehmigungen zur selbstständigen Erwerbstätigkeit, basierend darauf, was für ein Angebot du deinen Kunden zur Verfügung stellen möchtest

Und die restlichen Grundlagen sind recht selbsterklärend, natürlich brauchst du einen Raum, Equipment, und Kunden. Darüber hinaus empfehlen wir dir aber noch wärmstens eine passende Ausbildung, oder zumindest ausreichend Vorkenntnisse und Erfahrung mitzubringen. Diese sind zwar nicht vorgeschrieben, werden dir aber enorme Vorteile in der Gründung und Führung deines Fitnessstudios bieten.

Doch wie startet man am besten, und welche einzelnen Schritte werden benötigt? Im Folgenden erklären wir dir, wie du Stück für Stück deinen Wunsch des eigenen Fitnessstudios in die Tat umsetzt!

 

2. Auf die Plätze. Fertig? Planen!

 

Womit startest du am besten? So wie man eigentlich alles startet, du planst. Um genau zu sein, du erstellst einen detaillierten Businessplan. Hier ist alles miteinander verknüpft. Zuerst musst dir über dein Angebot Gedanken machen, also was für eine Art von Fitnessstudio du eröffnen willst. Dabei gibt es verschiedenste Möglichkeiten vom günstigen Budget Gym über Reha- und Frauen-Fitnessstudios bis hin zu Nobel-Studios. Dementsprechend wirst du mit deinem Angebot eine gewisse Zielgruppe ansprechen, die du so genau wie möglich definieren solltest. Umso breiter du deine Zielgruppe definieren möchtest, desto breiter musst du dann auch dein Angebot fächern.

Um deine Zielgruppe zu definieren, kann es helfen, dir folgende Fragen zu stellen:

  • Was für eine Gruppe sprichst du mit deinem Angebot an?
  • Worauf liegt diese Gruppe Wert?
  • Ist deine Zielgruppe groß genug und hat genug Kaufkraft?
  • Wie kannst du deine Zielgruppe erreichen, auf dich aufmerksam machen, und von dir überzeugen?

Sobald du das getan hast, kannst du dich um deinen Standort und um deine Kompetitor Analyse kümmern. Also: Wer in der Nähe deines angestrebten Standortes spricht deine Zielgruppe ebenfalls an, und wie kannst du dich mit deinem Angebot abheben?

Am besten wäre nun natürlich ein günstiger Standort, den viele deiner Kunden einfach und schnell erreichen können, und in dessen Nähe du keinerlei Konkurrenz hast. Doch so einen perfekten Platz finden nur dreifache Lottogewinner und in der Realität wirst du an irgendwelchen Punkten Kompromisse machen müssen. 

Möchtest du höhere Miete zahlen, um zentraler für deine Kunden zu liegen? Passt du deine Angebote etwas an deine Konkurrenz an, um neben deiner Zielgruppe mit bestimmte Nischenangeboten anzusprechen? Oder bist du extrem flexibel mit deinem Standort und suchst, solange bis du etwas findest, wo du so wenig Kompromisse wie möglich eingehen musst? Für diese Entscheidungen gibt es kein richtig oder falsch, denn hier es kommt auf deine persönlichen Präferenzen an.

Hast du dich dann basierend auf deine Zielgruppe und deiner Kompetitor Analyse für ein bestimmtes Angebot und einen Standort festgelegt kannst du anfangen dir über angestrebte finanzielle Ziele und nötige Ausgaben Gedanken zu machen.


3. Wofür fallen Kosten an?

 

Ein eigenes Fitnessstudio kann sehr profitabel werden, ist aber vor allem zu Beginn meistens alles andere als günstig. Dabei lassen sich die Kosten für dein Fitnessstudio in 3 Kategorien einteilen:

  • Einmalige Investition
  • Fixkosten
  • Variable Kosten

Zu der einmaligen Investition gehören die Dinge, für die du nur einmalig bezahlst, wie: Kaution oder Preis deiner Räumlichkeiten, Renovierungs- und Umbauarbeiten deines Fitnessstudios und der sanitären Anlagen (Informiere dich hierbei über die nötigen Baugenehmigungen). Kaufpreis und Lieferung von Trainingsgeräten, Möbeln, Schließfächern, und möglichen Automaten. So wie die Kosten für deine Beratung hingehend deines Businessplans und der Formulierung deiner Geschäftsform.

Fixkosten sind beständige, regelmäßig wiederkehrende Kosten. Dazu gehören zum Beispiel: Kosten für Versicherungen, Steuern, Miete, Lohnkosten für deine Angestellten, und Kosten für Verbrauchsgüter wie Supplements, Getränke und Reinigungsmittel und möglicherweise GEMA und GEZ Gebühren, wenn du Fernseher und Musik in deinem Studio einsetzen möchtest.  

Variable Kosten können auch Fixkosten werden, sind aber leichter anzupassen. Dazu gehören zum Beispiel Marketing kosten, oder neue Projekte an denen du dich ausprobieren möchtest.

4. Dein Kapital


Wie finanzierst du das alles? Manche haben es vielleicht wirklich schon geschafft, sich genug anzusparen, um alleine zu starten, doch es ist meistens nötig Investoren zu begeistern. Hier kommt wieder dein Businessplan ins Spiel, denn nur mit einem klaren Konzept und detaillierten Analysen der erwarteten Kosten und Einnahmen kannst du überzeugen und dir dein Startkapital für dein Fitnessstudio sichern! Unter anderem kannst du auch versuchen eine staatliche Förderung zur Existenzgründung beantragen.

Es ist zu berücksichtigen, dass je wahrscheinlicher es von einem Investor eingeschätzt wird, dass dein Unternehmen Gewinne erzielen wird, desto besser werden die Konditionen für deine Investition ausfallen. Ein überzeugender Businessplan ist also bares Geld wert.

5. Die Alternativen


Du musst aber auch nicht unbedingt von Grund auf neu starten. Es ist manchmal möglich ein bereits etabliertes Fitnessstudio zu übernehmen, oder du entscheidest dich Teil eines Franchise zu werden. Dieser Weg bietet solide Vorteile, aber auch einige Nachteile.

Vorteile:

Hierbei übernimmst du auch ein bereits etabliertes Konzept auf dem Markt, und besitzt von Tag 1 an bereits ein bekanntes Logo auf deinem Fitnessstudio. Dies erleichtert dein Marketing, und darüber hinaus unterstützt dich der Mutterkonzern deines Franchise meistens auch finanziell und organisatorisch bei der Erstellung deines Businessplans. Auch die Gewinnung weitere Investoren wird erleichtert, da dein Mutterkonzern für dich bürgen kann.


Nachteile:

Du wirst dich an gewisse Vorgaben und Regeln der Kette halten müssen, was deine unternehmerische Freiheit einschränkt, und du wirst einen spürbaren Anteil deines Umsatzes an dein Mutterkonzern abgeben müssen. Hinzu kommt, dass du weniger Kontrolle über das Image deines Studios besitzt, und ein schlechter Ruf anderer Studios im selben Franchise auch dich betreffen können.

 

Fazit

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass das wichtigste eine gut durchdachte Planung ist. Natürlich ist es keine leichte Aufgabe, ein Unternehmen von Grund auf neu aufzubauen und du wirst einige Risiken eingehen müssen. Doch mit einer guten Idee, einem Berater deines Vertrauens, der richtigen Ausbildung und Erfahrung, und dem daraus resultierenden Businessplan bist du bereit mit deinem Fitnessstudio durchzustarten!

Marvin Kluten

Digital Marketing Intern DACH Market

ZWEI MONATE GRATIS!

???? Black Friday ????

Buche eine Demo vor dem 02. 12