Reformer Pilates vs. Matten-Pilates: Der große Vergleich für Studios 2026

16.07.2026 - clock icon 13 min

Suchst du nach dem Unterschied zwischen Reformer Pilates und klassischem Matten-Pilates – oder nach handfesten Argumenten, warum sich der Aufbau eines Reformer-Angebots für dein Studio überhaupt lohnt? Beides hängt enger zusammen, als es auf den ersten Blick scheint. Denn die Frage ist selten nur: Welches Training ist effektiver? Für Studioinhaber lautet die eigentliche Frage: Welches Format lässt sich wirtschaftlich sinnvoller führen – mit höheren Kurspreisen, besserer Auslastung und stabilerer Mitgliederbindung?

In diesem Artikel bekommst du beides: den direkten Vergleich zwischen Reformer- und Matten-Pilates sowie einen ehrlichen Blick auf die betriebswirtschaftliche Seite, die in den meisten Vergleichsartikeln fehlt. Dann findest du hier die Antworten.

Warum immer mehr Boutique-Studios auf Reformer Pilates setzen

Bevor es um Trainingsdetails geht, lohnt sich der Blick auf das, was Studioinhaber wirklich interessiert: Umsatz, Auslastung und Mitgliederbindung. Und genau hier liefert Reformer Pilates handfeste Argumente.

  • Höhere Kurspreise: Laut einer aktuellen Studioumfrage von ReformerPilates.com halten 76 Prozent der Studioinhaber ihre Preise für fair – Rabatte sind kaum nötig, weil Reformer-Klassen klar als Premium-Format wahrgenommen werden.
  • Bessere Auslastung durch Wartelisten: Internationale Buchungsplattformen melden für Reformer-Klassen ein Plus von 66 Prozent bei den Reservierungen gegenüber dem Vorjahr – eine Nachfrage, mit der klassische Matten-Kurse selten mithalten.
  • Premium-Mitgliedschaften: Reformer-Angebote eignen sich gut, um eine eigene, höherpreisige Mitgliedschaftsstufe einzuführen, statt nur Einzelkurse zu verkaufen.
  • Zusätzliche Umsatzquellen: Kurspakete, ergänzendes Personal Training und Kooperationen mit Physiotherapie- oder Gesundheitsanbietern erschließen Umsatz jenseits der klassischen Mitgliedschaft.

Diese Vorteile erklären, warum Reformer Pilates für viele Boutique-Studios längst kein Experiment mehr ist, sondern ein strategisches Umsatzmodell.

Reformer Pilates boomt – die Zahlen im Überblick

Auch die Marktzahlen bestätigen den Trend. Laut dem aktuellen Pilates Report von Eversports stiegen die Buchungszahlen für Reformer-Kurse im DACH-Raum zuletzt um 240 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch international bestätigt sich der Trend: Marktanalysen zum globalen Reformer-Markt gehen von einem jährlichen Wachstum von rund 8,2 Prozent bis 2035 aus. Und auch auf der FIBO 2026, Europas größter Fitnessmesse, war der Trend unübersehbar: Reformer Pilates gilt dort inzwischen als fester Bestandteil sowohl von Boutique- als auch von klassischen Fitnessangeboten.

Kennzahl

Wert

Quelle

Wachstum Reformer-Buchungen im DACH-Raum (2024 vs. Vorjahr)

+240 %

Eversports Pilates Report 2025

Wachstum Reformer-Pilates bei Urban Sports Club

+115 %

BODYMEDIA Fachmagazin

Globaler Markt für Pilates-Reformer-Geräte (2025)

≈ 7,65 Mrd. USD

Future Market Insights

Erwartetes Marktwachstum Reformer-Geräte (CAGR 2025–2035)

8,2 %

Future Market Insights

Europäische Fitnessmitgliedschaften (2025)

≈ 75,5 Mio.

Deloitte / EuropeActive, vorgestellt auf der FIBO 2026

Aus unseren eigenen Daten: Bei über 10.000 Fitness- und Gesundheitsunternehmen, die weltweit mit Virtuagym arbeiten, sehen wir ein wiederkehrendes Muster: Studios mit klar strukturierten, automatisierten Prozessen wachsen deutlich stabiler als Studios, die Buchungen, Verträge und Kommunikation manuell über mehrere Einzeltools verteilen.

Kurzer Hintergrund: Matten-Pilates vs. Reformer Pilates

Matten-Pilates basiert auf den ursprünglichen Prinzipien von Joseph Pilates und trainiert vorrangig mit dem eigenen Körpergewicht – niedrigschwellig, günstig im Aufbau, ideal für größere Gruppen. Der Reformer arbeitet dagegen mit einem beweglichen Schlitten, Federn und Seilzügen, wodurch sich Widerstand und Übungen präzise an Fitnesslevel, Beschwerden oder Trainingsziele anpassen lassen. Genau diese Anpassbarkeit macht den Reformer für Boutique-Studios so attraktiv – und bringt gleichzeitig neue betriebswirtschaftliche und organisatorische Anforderungen mit sich.

Kriterium

Matten-Pilates

Reformer Pilates

Widerstand

Eigengewicht

Variabel, über Federn dosierbar

Einstiegskosten fürs Studio

Niedrig

Höher (Geräteanschaffung)

Typischer Kurspreis

ca. 10–20 €

ca. 28–38 €

Gruppengröße

Groß möglich

In der Regel 6–12 Teilnehmer

Positionierung

Breitensport / Einstieg

Premium / Boutique

Richtwerte für Gruppenklassen. Preise und Gruppengrößen variieren je nach Stadt, Studiokonzept und Auslastung.

Die wichtigsten Bauteile eines Reformers

Wer sich für Reformer Pilates interessiert, stößt bei der Suche im Netz schnell auf wiederkehrende Begriffe rund um Aufbau und Funktion des Geräts. Der Pilates Reformer besteht im Kern aus einem beweglichen Schlitten, der auf Schienen über einen festen Bettrahmen gleitet. Mehrere Federn unterschiedlicher Stärke erzeugen den namensgebenden Federwiderstand: Je nach Federsystem lässt sich der Widerstand für Anfänger und Beginner ebenso anpassen wie für Menschen, die gezielt an Kräftigung, Krafttraining und dem Aufbau der Muskeln arbeiten möchten. Seilzüge und eine Stange ergänzen die Konstruktion und schaffen eine Vielzahl an Elementen für Übungen, die Arme, Beine und andere Körperteile ansprechen, während der gesamte Körper von der Stabilisationsarbeit profitiert. Ein gepolsterter Schlitten – die sogenannten Polster – sorgt zusätzlich dafür, dass Gelenke auch bei intensiver Muskelarbeit geschont werden.

Typische Übungen wie die Fußarbeit setzen gezielt an Ballen und Fersen an und trainieren so Beinmuskulatur und die Muskulatur der Füße gleichzeitig, während Lunges oder Armzüge im Rahmen eines klassischen Ganzkörpertrainings zusätzliche Muskelgruppen aktivieren. Anders als auf dem Boden lassen sich Bewegungen am Reformer durch den Federwiderstand präzise steuern, sodass eine Trainerin oder ein Trainer mit gezielter Hilfe jederzeit die richtige Form und Technik korrigieren kann. Diese Art des Trainings verbessert nicht nur Kraft und Flexibilität, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden – unabhängig von Alter, Gewicht, Fitnesslevel, Sportart oder individuellen Bedürfnissen. Wer etwas mehr Abwechslung im wöchentlichen Pilates Training sucht, findet am Reformer eines der vielseitigsten Geräte im gesamten Pilates Studio.

Die organisatorischen Herausforderungen von Reformer Pilates

So attraktiv das Geschäftsmodell ist – mit wachsendem Erfolg wächst auch die organisatorische Komplexität. Die häufigsten Herausforderungen, von denen uns Studios berichten:

  • Begrenzte Plätze pro Klasse, die eine exakte Kapazitätsplanung erfordern
  • Wartelisten, die sich manuell kaum fair und aktuell halten lassen
  • Kursverwaltung über mehrere Trainer, Zeitslots und Standorte hinweg
  • Trainerplanung, die mit jeder zusätzlichen Reformer-Klasse komplexer wird
  • Paketbuchungen und unterschiedliche Mitgliedschaftsstufen
  • Laufende Mitgliederkommunikation – Erinnerungen, Absagen, Nachrücker von der Warteliste

Je erfolgreicher ein Reformer-Angebot wird, desto komplexer werden Buchungen, Wartelisten, Trainerplanung und Mitgliederkommunikation. Was bei einer Klasse mit zehn Plätzen noch gut von Hand zu steuern ist, wird bei mehreren Reformer-Klassen pro Tag schnell zum Vollzeitjob. Genau an diesem Punkt wird eine zentrale Plattform nicht zum Nice-to-have, sondern zur logischen Konsequenz eines wachsenden Geschäfts. Wie dieser Schritt in der Praxis aussieht, zeigt unser Beitrag „5 Gründe, jetzt auf Virtuagym zu wechseln“ .

Die 5 größten Herausforderungen für Reformer-Studios – und wie du sie 2026 löst

Herausforderung 1: Reformer-Kurse werden unterpreist

Problem: Viele Studios übernehmen für den Reformer einfach die Matten-Preise oder erhöhen nur leicht – ohne den tatsächlichen Mehrwert aus Gerät, kleineren Gruppen und intensiverer Betreuung einzupreisen.

Folgen: Die Marge pro Kurs bleibt trotz höherer Kosten für Geräte, Wartung und Fläche gering, und die Positionierung als Premium-Angebot geht verloren.

Die Zahlen: Wie eingangs erwähnt, halten 76 Prozent der Studioinhaber ihre Preise für fair und sehen keine Notwendigkeit für Rabatte – der Spielraum für eine bewusste Premium-Preisgestaltung ist also größer, als viele Studios tatsächlich nutzen.

Was erfolgreiche Studios 2026 tun: Sie kommunizieren den Mehrwert aktiv, überprüfen Auslastung und Preisstruktur regelmäßig anhand von Daten und differenzieren Reformer-Klassen klar vom übrigen Kursangebot.

Die Lösung: Mit einem Business-Analytics-Tool lässt sich Auslastung und Preisstruktur laufend auswerten, statt Entscheidungen aus dem Bauch heraus zu treffen – das wirkt sich direkt auf die Marge pro Kurs aus, nicht nur auf den Zeitaufwand der Verwaltung.

Herausforderung 2: Trainerqualität lässt sich bei wachsendem Angebot schwer skalieren

Problem: Je mehr Reformer-Klassen ein Studio anbietet, desto schwieriger wird es, überall dieselbe Trainingsqualität sicherzustellen – vor allem, wenn neue Trainer schnell eingearbeitet werden müssen.

🎬 Aus der Praxis: Ein neu eingestellter Trainer übernimmt kurzfristig drei Klassen, kennt aber weder den üblichen Kursaufbau noch die individuellen Einschränkungen einzelner Mitglieder. Schon leidet genau die persönliche Betreuung, mit der sich Boutique-Studios eigentlich von der Konkurrenz abheben.

Folgen: Eine inkonsistente Kurserfahrung senkt die Weiterempfehlungsrate, und Mitglieder wechseln zu Studios, die durchgängig geführte Klassen anbieten können.

Die Zahlen: In Studioumfragen nennen 46 Prozent der Studioinhaber Rekrutierung und Bindung von Trainern als größte Herausforderung, weitere 45 Prozent zusätzlich Probleme mit der Work-Life-Balance im Team.

Was erfolgreiche Studios 2026 tun: Sie arbeiten mit standardisierten Kursplänen, dokumentierten Trainingsstandards und einem strukturierten Onboarding, statt neue Trainer per Learning-by-doing einzuarbeiten.

Die Lösung: Eine zentrale Coaching- und Trainingsplan-Software sorgt dafür, dass jeder Trainer unabhängig vom Erfahrungslevel auf dieselben Kurspläne und Mitgliederinformationen zugreift – das reduziert Einarbeitungszeit und schützt gleichzeitig die Weiterempfehlungsrate.

Herausforderung 3: Die Zielgruppe bleibt zu eng – und das wird riskant

Problem: In vielen Studios sind aktuell 95 bis 98 Prozent der Reformer-Mitglieder jung und weiblich, wie eine Analyse von BODYMEDIA Fachmagazin zeigt – eine wirtschaftlich starke, aber eng begrenzte Zielgruppe.

Folgen: Hohe Abhängigkeit von Trends und Social-Media-Sichtbarkeit, verpasstes Wachstum bei Reha-, Gesundheits- und älteren Zielgruppen sowie ein größeres Risiko bei Nachfrageschwankungen.

Die Zahlen: Gleichzeitig meldete Urban Sports Club zuletzt ein Wachstum von 115 Prozent im Reformer-Bereich – ein Hinweis darauf, wie viel ungenutztes Potenzial über neue Vertriebs- und Zielgruppenkanäle noch besteht.

Was erfolgreiche Studios 2026 tun: Sie bauen gezielt Reha- und Gesundheitskooperationen sowie generationsübergreifende Kursformate auf, statt sich ausschließlich auf eine Zielgruppe zu verlassen.

Die Lösung: Mit Corporate-Wellness-Angeboten lassen sich neue Zielgruppen wie Firmenkunden oder Gesundheitsprogramme erschließen, ohne das bestehende Kernangebot zu verwässern – ein zusätzlicher, planbarer Umsatzkanal statt Abhängigkeit von einer einzigen Klientel.

Reformer Pilates eignet sich zudem hervorragend als Bindeglied zwischen Fitness, Prävention und Rehabilitation. Dank der individuell dosierbaren Widerstände und der gelenkschonenden Bewegungsführung wird das Training häufig auch in der Physiotherapie eingesetzt – beispielsweise nach Verletzungen oder zur Verbesserung von Mobilität und Stabilität.

Für Studios eröffnet das neue Möglichkeiten, mit Physiotherapiepraxen zusammenzuarbeiten oder Mitglieder nach einer abgeschlossenen Rehabilitation langfristig im Training zu begleiten.

Herausforderung 4: Wachsendes Kursangebot sorgt für Verwaltungschaos

🎬 Aus der Praxis: Wenn morgens gleichzeitig mehrere Kursanmeldungen, ein paar Vertragsänderungen und mehrere Check-ins eintreffen, merkt jedes Team schnell, wie schnell manuelle Prozesse an ihre Grenzen stoßen.

Problem: Genau die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Aufgaben – Wartelisten, Kursverwaltung, Trainerplanung, Kommunikation – verteilen sich in der Praxis oft auf mehrere Tools und Zuständigkeiten statt auf eine gemeinsame Plattform.

Folgen: Zeitverlust im Tagesgeschäft, Fehler bei Buchungen oder Abrechnungen und ein gestresstes Team – am Ende bleibt weniger Kapazität für das, was den Reformer-Erfolg eigentlich ausmacht: Trainingsqualität und persönliche Betreuung.

Was erfolgreiche Studios 2026 tun: Sie verlassen sich nicht mehr auf einen Mix aus Excel, WhatsApp und Papierlisten, sondern zentralisieren Buchungen, Verträge und Kommunikation auf einer einzigen Plattform.

Die Lösung: Eine Fitnessstudio-Management-Software bündelt Kapazitätsplanung, Wartelisten und Kommunikation an einem Ort – mit direktem Effekt auf freie Kapazität fürs Kerngeschäft, nicht nur auf gesparte Minuten.

Herausforderung 5: Unsichtbare Fortschritte führen zu unnötigen Kündigungen

Problem: Mitglieder, die ihre eigenen Fortschritte nicht sehen, hinterfragen schneller den Preis eines Reformer-Abos – unabhängig davon, wie gut das Training tatsächlich wirkt.

Folgen: Eine höhere Kündigungsquote bedeutet mehr Aufwand und höhere Kosten für die Neukundengewinnung, nur um denselben Mitgliederstand zu halten.

Die Zahlen: Wie eingangs erwähnt, nennen über die Hälfte der befragten Pilates-Mitglieder hohe Kosten als Hauptgrund, weniger zu trainieren – ein klares Signal dafür, dass wahrgenommener Wert und sichtbarer Fortschritt direkt über Kündigungsraten mitentscheiden.

Was erfolgreiche Studios 2026 tun: Sie setzen auf sichtbare Fortschrittsanzeigen, regelmäßige Check-ins und transparente Vorher-Nachher-Daten, die den Wert des Trainings für Mitglieder greifbar machen.

Die Lösung: Digitale Fortschritts-Tools machen Trainingserfolge für Mitglieder sichtbar – das wirkt direkt auf die Kündigungsquote, nicht nur auf die Motivation im Kursraum.

Der Business Case: Was sich für dein Studio wirklich ändert

Die fünf Herausforderungen wirken auf den ersten Blick organisatorisch – ihre Wirkung zeigt sich aber vor allem wirtschaftlich:

  • Klare Preisstrategie → höhere Marge pro Reformer-Kurs statt Umsatz, der auf dem Tisch liegen bleibt
  • Standardisierte Trainerqualität → mehr Weiterempfehlungen und geringere Akquisekosten für neue Mitglieder
  • Gezielte Zielgruppenerweiterung → zusätzliche, planbare Umsatzquellen statt Abhängigkeit von einer Klientel
  • Zentrale Prozesse → mehr Kapazität für umsatzwirksame Aufgaben statt für Verwaltung
  • Sichtbare Fortschritte → geringere Kündigungsquote und ein stabilerer, planbarer Umsatz

Kurz gesagt: Es geht 2026 nicht mehr nur darum, Zeit zu sparen. Es geht darum, Umsatz zu steigern, Kündigungen zu reduzieren und Personal so einzusetzen, dass es dort wirkt, wo es den größten Unterschied macht.

Warum Matten-Pilates trotzdem Teil der Strategie bleiben sollte

Trotz aller Vorteile des Reformers bleibt klassisches Pilates wirtschaftlich sinnvoll – gerade als risikoarmer Einstieg. Matten-Pilates ermöglicht flexible Kursmodelle mit geringeren Investitionen und dient vielen Mitgliedern als Zugang, bevor sie in ein Reformer-Abo wechseln. Wer den Aufbau eines neuen Kursformats oder gleich eines ganzen Studios plant, findet in unserem Schritt-für-Schritt-Guide zur Studioeröffnung eine Orientierung für Planung, Ausstattung und Kundengewinnung.

Viele erfolgreiche Studios kombinieren deshalb bewusst beide Formate: Matten-Pilates als zugänglicher Einstieg, Reformer als Premium-Stufe mit höherer Marge und stärkerer Bindung.

Fazit

Reformer Pilates ist 2026 kein Trend mehr, sondern ein etabliertes Geschäftsmodell mit echtem Umsatzpotenzial. Ob ein Studio dieses Potenzial tatsächlich ausschöpft, entscheidet sich aber nicht am Trainingsformat, sondern daran, wie es mit Preisgestaltung, Trainerqualität, Zielgruppenentwicklung, Organisation und Mitgliederbindung umgeht.

Die Studios, die 2026 vorne liegen werden, sind nicht zwangsläufig die mit den meisten Reformer-Geräten – sondern die, die ihre Prozesse konsequent zentralisieren, Entscheidungen auf Basis von Daten treffen und Fortschritte für ihre Mitglieder sichtbar machen.

Dieser Artikel zeigt bewusst beide Seiten: Training und Business-Perspektive. Noch tiefer eintauchen können Studios in einem weiteren Beitrag, den wir in Kürze veröffentlichen: Reformer Pilates im Studio – Kosten, Umsatzpotenzial und Rentabilität, in dem wir Geräteinvestitionen, Kurskapazitäten, Preisgestaltung, Mitgliederbindung und Software gemeinsam durchrechnen.

Weitere Trends, Praxisbeispiele und Tipps rund um Pilates-Studios findest du schon jetzt in unserem Pilates-Themenbereich .

FAQ: Häufige Fragen zu Reformer Pilates

Ist Reformer Pilates für Anfänger geeignet – und lohnt es sich schon am Anfang?

Ja. Gerade Anfänger profitieren oft vom Reformer, weil das Gerät Bewegungen führt und mehr Stabilität bietet. Wichtig ist eine gute Trainerin oder ein qualifizierter Trainer, damit Bewegungsqualität und Technik von Anfang an sauber aufgebaut werden. Wirtschaftlich lohnt sich der Einstieg meist auch für Studios, weil Einsteiger-Klassen erfahrungsgemäß gut gebucht werden und Mitglieder häufig anschließend in reguläre Abos wechseln.

Was ist effektiver: Pilates Reformer oder Matten-Pilates?

Das hängt stark vom Ziel und vom Studiokonzept ab. Reformer Pilates eignet sich besonders gut für personalisierte Betreuung, Kraftaufbau und Premium-Kursangebote. Matten-Pilates bleibt dagegen flexibel, zugänglich und effizient für größere Gruppen.

Lohnt sich Reformer Pilates wirtschaftlich für Studios?

In der Regel ja, sofern die Preisgestaltung den höheren Geräte- und Flächenkosten sowie den kleineren Gruppengrößen gerecht wird. Studios, die Auslastung und Preise datenbasiert steuern, erzielen meist eine deutlich bessere Marge pro Kurs als Studios, die Reformer-Preise nur grob an Matten-Kurse anlehnen.

Warum ist Reformer Pilates so teuer?

Der höhere Preis erklärt sich über mehrere Kostenfaktoren: die Anschaffung und Wartung der Geräte, ein größerer Flächenbedarf pro Person, kleinere Gruppengrößen für eine bessere Betreuung sowie qualifiziertere, oft spezialisierte Trainer. In Summe rechtfertigt das die deutlich höheren Kurspreise gegenüber klassischem Matten-Pilates.

Was kostet ein Reformer-Pilates-Kurs?

Gruppenklassen bewegen sich meist im Bereich von etwa 28 bis 38 Euro pro Einheit. Einzelstunden mit persönlicher Betreuung liegen laut Marktbeobachtungen zu Reformer-Studios häufig zwischen 30 und 60 Euro – abhängig von Stadt, Studiokonzept und Trainerqualifikation.

Wie viele Reformer-Geräte braucht ein Studio?

Das hängt von der verfügbaren Fläche und der gewünschten Klassengröße ab. Viele Boutique-Studios starten mit Group-Reformer-Konzepten von etwa 8 bis 12 Geräten pro Klasse, wie es auch bei den aktuell stark nachgefragten Formaten üblich ist. Kleinere Studios oder Club-in-Club-Modelle beginnen häufig mit wenigen Geräten und erweitern schrittweise, sobald sich die Nachfrage bestätigt.

Wie viel Platz braucht ein Reformer-Studio?

Ein einzelner Reformer benötigt laut Herstellerangaben rund 2,45 mal 0,65 Meter Stellfläche , hinzu kommt ausreichend Bewegungsraum rundherum sowie Platz zwischen den Geräten für Trainer und Mitglieder. Für eine Klasse mit acht bis zwölf Geräten planen viele Studios daher deutlich mehr Fläche ein als für eine vergleichbar große Matten-Klasse.

Welche Rolle spielt Software für den Reformer-Erfolg 2026?

Eine wachsende Rolle. Je mehr Kursformate, Zielgruppen und Standorte ein Studio betreibt, desto schwerer lässt sich das manuell steuern. Automatisierte Buchungen, zentrale Mitgliederdaten und digitale Fortschrittsanzeigen werden 2026 zunehmend zum Standard, weil sie direkten Einfluss auf Umsatz und Kündigungsquote haben – nicht nur auf den Verwaltungsaufwand.

Kann Reformer Pilates beim Abnehmen helfen?

Reformer Pilates unterstützt Muskelaufbau, Körperspannung und Beweglichkeit. Viele Mitglieder fühlen sich dadurch fitter und stabiler. Für nachhaltige Ergebnisse bleibt aber die Kombination aus Bewegung, Ernährung und Regelmäßigkeit entscheidend.

Ist Reformer Pilates gelenkschonend?

Ja. Die geführten Bewegungen auf dem Schlitten belasten die Gelenke meist deutlich weniger als viele klassische Fitnessübungen. Genau deshalb wird Reformer Pilates häufig auch in Rehabilitation, Prävention und Physiotherapie eingesetzt.

Wie oft sollte man Reformer Pilates machen?

Für sichtbare Fortschritte reichen oft schon zwei bis drei Einheiten pro Woche. Viele Studios beobachten, dass Mitglieder bei Reformer-Klassen besonders konstant trainieren, weil Fortschritte schneller wahrgenommen werden.

Braucht man Vorkenntnisse für Reformer Pilates?

Nein. Viele Pilates Studios bieten spezielle Beginner-Klassen an. Dort lernen Mitglieder Schritt für Schritt den sicheren Umgang mit dem Reformer, den Federn und den wichtigsten Bewegungsabläufen.

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Alison Laube

Alison Laube ist seit 2019 als Fitness- und Wellness-Autorin tätig. Mit ihrem Hintergrund in Kommunikationswissenschaften und als leidenschaftliche CrossFit-Sportlerin erstellt sie inspirierende Inhalte für Trainer, Fitnessstudios und Gesundheitsplattformen – stets fokussiert auf funktionelles Training, Ernährung und Gewohnheiten, die die Leistung auf das nächste Level bringen.