Finanzplanung für ein erfolgreiches Personal Training Business

By Claudia Reck

Published 30 Juni 2021

Die Gründung eines Personal Training-Geschäfts erfordert mehr als nur Wissen über Fitness. Du musst dir natürlich auch Gedanken über Finanzen und Management machen. Es ist an der Zeit, zu kalkulieren und deine Kosten und Preise zu berechnen, um den möglichen Gewinn abzuschätzen und ein strukturiertes und effizientes Geschäft zu starten. Das Letzte, was du willst, ist, aufgrund einer schlechten Budgetplanung deine Träume zu zerstören!

Wenn du als angestellter Personal Trainer arbeitest, werden deine Finanzen natürlich relativ strukturiert sein. Du hast feste Tarife und bekommst ein regelmäßiges Gehalt als Personal Trainer, was dir hilft, finanziell abgesichert zu sein.

Als freiberuflicher Personal Trainer ist dies jedoch etwas, mit dem du vorsichtiger sein musst. Deshalb wird in diesem Blogbeitrag auf die wesentlichen Elemente der Finanzplanung eingegangen und wie du dein Personal Training Business finanzieren kannst. Es ist unerlässlich, eine solide Finanzstrategie für dein Personal Training Business zu haben.

Wie viel verdienst du als Personal Trainer?

Eine wichtige Frage ist: “Wie viel sollte man für eine Personal-Training-Sitzung berechnen?” Die Antwort lautet: Es kommt darauf an. Die Preise variieren immens. Es ist möglich, dass ein Kunde bereit ist, bis zu 200 Euro für eine Personal-Training-Sitzung zu bezahlen. Auf der anderen Seite werden andere nicht mehr als 30 Euro ausgeben wollen.

Wichtig ist, dass du deinen Standort und die Menschen, die dort leben, kennst: Sie sind deine unmittelbare Zielgruppe, also suche nach Möglichkeiten, sie anzusprechen. Wenn du zum Beispiel einen Premium-Service in einer Universitätsstadt startest, wird dein potenzielles Zielpublikum begrenzt sein. Es ist wichtig, dies für deine Finanzierung als Personal Trainer zu berücksichtigen.

Es ist verständlich, dass ein erfahrener Trainer viel mehr kosten wird als ein Trainer, der gerade erst angefangen hat. Als Personal Trainer, der in einem Fitnessstudio in Deutschland angestellt ist, wird dein Jahresgehalt zwischen 16.000 und 36.000 € liegen. Als unabhängiger Unternehmer kannst du im Durchschnitt mehr verdienen – aber auf Kosten eines höheren finanziellen Risikos.

Sowohl bei selbstständigen als auch bei angestellten Personal Trainern können die Jahresgehälter und -sätze je nach Spezialisierung, Erfahrung, Alter, Bundesland (in Deutschland) und Ausbildung deutlich höher ausfallen – in manchen Fällen sogar 6-stellig.

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Anfangsinvestition und Betriebskosten

Bevor du irgendein Geschäft startest, solltest du die Anfangsinvestition bedenken. Wenn du als Personal Trainer deine Finanzen in die Hand nimmst, musst du dir als Erstes darüber im Klaren sein, dass eine bestimmte Zertifizierung erforderlich ist. Daher müssen diese obligatorischen Kosten in der Kostenstruktur eingeplant werden.

Wenn du kein Fitnessstudio hast, das dafür bezahlt, musst du diese Kosten in deiner Finanzplanung einkalkulieren, egal ob du freiberuflich oder angestellt bist. Eine Personal-Training-Zertifizierung ist keine billige Angelegenheit, denn sie wird dich einen unteren vierstelligen Betrag kosten.

Es kann sein, dass es weitere Kosten für den Anfang gibt, die du nicht einkalkuliert hast. Vor allem, wenn du selbstständig arbeitest, können zusätzliche Ausrüstungskosten wie Seile und Kettlebells ins Spiel kommen, aber auch elektronische Geräte wie ein richtiger Laptop oder Tracker (wenn du sie nicht besitzt oder nicht deine eigenen Geräte verwenden möchtest) sowie Personal Training Software.

Und vergiss das Marketing nicht: die Kosten für Arbeitskleidung, Grafikdesign, Website, vielleicht sogar Werbung in den sozialen Medien. Stelle sicher, dass du all diese Kosten in deinem Finanzplan berücksichtigst, wenn sie anfallen, bevor du anfängst.

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Um dein Geschäft erfolgreich zu betreiben, wirst du wiederkehrende Betriebskosten haben. Wenn du selbstständig arbeitest, wirst du eine Gebühr an die Fitnessstudios zahlen müssen, in denen du arbeitest, oder du musst deinen eigenen Raum mieten. Für angestellte Trainer sollte die Miete kein Thema sein. Andere Kosten sind unter anderem Schreibwaren, Buchhaltung, Reisekosten, Marketing und Versicherungskosten.

Was deine Versicherung angeht, ist Sicherheit immer die höchste Priorität. Stelle sicher, dass du richtig versichert bist, um ein nachhaltiges und solides Geschäft aufzubauen. Die Kosten hängen immer davon ab, wie du dein Fitnessgeschäft aufbaust und sollten in deiner Finanzstrategie berücksichtigt werden.

Wie viel solltest du für eine Personal-Training-Session verlangen?

Du kennst bereits die Höhe der notwendigen Einrichtungskosten und das Geld, das du im Laufe deines ersten Jahres benötigst. Sobald du also ein klares Bild von der Größe deiner Investition hast, ist es an der Zeit, über die Preisstrategie nachzudenken. Da wir aber alle anderen Kosten noch nicht berücksichtigt haben, musst du diese mit einbeziehen, bevor du versuchst, den richtigen Preis zu finden.

Vergiss nicht, die Steuern zu berücksichtigen. Die Steuern hängen von dem Land ab, in dem du arbeitest. Wenn du vergisst, die Steuern in deine Planung einzubeziehen, werden deine persönlichen Ersparnisse kleiner sein und das neue Auto oder der Traumurlaub werden weit, weit weg sein. Aber wie du im Berechnungstool sehen kannst, ist es gar nicht so schwer, den Überblick über die fällige Höhe der Steuern zu behalten. Nebenbei bemerkt: Sich um die Steuer zu kümmern, ist auch eine Zeitinvestition, aber notwendig für eine gute Finanzplanung.

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Persönliche Ausgaben

Berücksichtige auch, dass du deinen persönlichen Bedarf, wie Lebenshaltungskosten und persönliche Schulden, abschätzen musst. Wenn du Personal Training als Nebenjob betreibst, solltest du dein reguläres Gehalt einkalkulieren. Du kannst nicht in einem Fitnessstudio leben und auch keine Hanteln essen. Berücksichtige also deine Miete, Geld für Essen, Unterhaltung und so weiter.

Falls du außerdem einen Kredit aufgenommen hast, deine Ausrüstung finanziert hast oder planst, deine persönlichen Schulden in diesem Jahr zu tilgen: Lass diese Kosten nicht außen vor. Als Unternehmer strebst du nicht nur danach, kostendeckend zu arbeiten. Du willst auch genug Geld verdienen, um ein paar persönliche Ersparnisse zu haben und nicht nur in den schwarzen Zahlen zu arbeiten. Berücksichtige also diese Extras.

Gut, jetzt, wo du die Gesamtkosten berechnet und deine persönlichen Ersparnisse geschätzt hast, weißt du, wie viel du verdienen musst.

Lass uns zunächst über den Preis für eine Trainingseinheit nachdenken. Welcher Preis passt zu deiner Erfahrung und deinem Service und was ist erschwinglich für den Kundenstamm, den du ansprechen möchtest? Vergiss nicht, die Steuern pro Sitzung zu berechnen und zu deinem Preis hinzuzufügen. Danach kannst du berechnen, wie viele bezahlte Personal-Training-Sitzungen du pro Jahr durchführen musst, um deine Ziele zu erreichen.

Balanciere deine Arbeit

Die Kosten für die Sitzungen und die Anzahl der Sitzungen pro Jahr geben dir Aufschluss über die Anzahl der Kunden, die du für die finanzielle Sicherheit als Personal Trainer gewinnen musst. Niemand außer dir weiß, wie viel Zeit und Energie du wirklich hast. Und das ist niemandes Entscheidung außer deiner eigenen. Ob du es ruhig angehen lassen willst oder aufs Ganze gehst, überlege dir vorher, wie viel du in dein Personal Training Geschäft stecken kannst.

Mit weniger Kunden kannst du vielleicht bessere Qualität zu einem höheren Preis anbieten, während du mit mehr Kunden mehr Möglichkeiten hast, den Cashflow am Laufen zu halten. Denke auch darüber nach, wie viel Zeit du in jeden Kunden investieren möchtest. Um die richtige Anzahl von Kunden für deine Preisgestaltung zu finden, musst du einige andere Variablen bestimmen. All diese Dinge sind Teil der Finanzstrategie, die du bestimmen musst.

Wenn du weißt, wie viele Urlaubswochen du pro Jahr haben möchtest und wie oft du deine Kunden im Durchschnitt trainieren möchtest, ist es einfach, die Anzahl der benötigten Kunden zu bestimmen. Dies gibt dir eine Basis, um deinen Tarif zu bestimmen, der letztendlich das Gehalt bestimmt, das du dir als Personal Trainer zahlst.

Wenn du dir vor Augen hältst, was du persönlich davon erwartest, wie viel am Ende übrig bleibt und wie viele Klienten du trainieren kannst, wirst du mehr oder weniger eine Vorstellung davon bekommen, was du brauchst, um diese Kosten zu decken. Zur Orientierung: Die meisten unabhängigen Trainer berechnen einen Stundensatz von 50 bis 100 Euro pro Stunde, abhängig von ihrer Qualifikation, dem Ort der Sitzungen und der Anzahl der gesamten Sitzungen.

Eine gute Management-Software für dein Personal-Training-Geschäft spart dir nicht nur Zeit, sondern hilft dir auch, deine Finanzen in Ordnung zu halten.

Abschluss der Finanzplanung

Alles in allem gibt es eine Menge Kosten, mit denen du umgehen musst. Seien es die Kosten für dein persönliches Leben oder deine Betriebskosten und das Startkapital. Wenn du eine realistische Einschätzung dieser Kosten vorgenommen hast, kannst du einen Preis für deine persönlichen Trainingseinheiten festlegen.

Entscheide auch selbst, wie viele Wochen du arbeiten und wie oft du deine Kunden trainieren willst. Denke über Preisstrukturen, Pauschalangebote und Zusatzleistungen nach, die du anbieten könntest. Letztendlich ist eine gute Work-Life-Balance wichtig, um langfristig durchzuhalten, aber sie bestimmt auch teilweise dein Einkommen und deine finanzielle Sicherheit.

Claudia Reck

Junior Digital Marketing Specialist for the DACH Market

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