6 bombenfeste Methoden, wie du dein Unternehmen an die neue Realität anpasst

By Melania Armento

Published 21 Dezember 2020

Auch die Wirtschaft ist von der anhaltenden Corona-Pandemie stark betroffen. Sie zwingt Unternehmen, ihre Marketingstrategien schnell umzugestalten und anzupassen.

Es ist kein Geheimnis, dass sich viele Branchen mittlerweile von Grund auf in ihrem Wesen verändert haben. In einer Welt, die auf Abstand setzt, muss man voll und ganz auf die Digitalisierung setzen, um weiter bestehen zu können.

Wir sehen zum Beispiel, wie die Tourismusindustrie kulturelle Räume in die virtuelle Realität überführt, indem sie bezahlte Führungen durch Museen vom Wohnzimmer aus anbietet.

Obwohl sie weit von der realen Welt entfernt ist, hat die Fitnessbranche einen unbestreitbaren Nutzen, wenn es darum geht, ihre Marketingstrategien neu zu bewerten und sich so der neuen Realität anzupassen.

Zum einen ist Fitness, im Gegensatz zu den meisten anderen Produkten, die an einen physischen Raum oder Ort gebunden sind, an seine zeitliche Immaterialität gebunden, also örtlich ungebunden ist.

Das bedeutet, dass man sein Training im Grunde von überall auf der Welt und zu jeder Zeit betreiben kann.

Deine Kunden können zuhause theoretisch die gleichen Ergebnisse erzielen wie vor Ort im Fitnessstudio erzielen.

Natürlich ist der Prozess anders, aber das Produkt, also die Dienstleistungen zwischen dir und dem Kunden ist im Wesentlichen immer noch das gleiche. Vor diesem Hintergrund erscheint es fast intuitiv, dass Fitnessunternehmen ihre Marketingstrategien an die Bedürfnisse des heutigen Marktes anpassen müssen.

Wie kannst du dein Unternehmen angesichts des sich verändernden Marktes von den Konkurrenten abheben, die ebenfalls ihre Geschäftsmodelle hybridisieren ? Was sind deine Alleinstellungsmerkmale – und was sollte dein Wertversprechen beinhalten?

1. Definiere deine Alleinstellungsmerkmale

Umsatzeinbrüche  und Entlassungen haben viele Unternehmen ihr Marketingbudget und kreativere Teams gekostet. Das wirft die Frage auf, ob es immer noch möglich ist, die Botschaft oder das Leistungsversprechen deiner Marke neu zu definieren , ohne dabei Unmengen an Kosten zu riskieren.

Nichtsdestotrotz lohnt es sich, in den Auftritt einer Marke und alles, wofür sie steht, zu investieren. Besonders in der aktuellen Situation.

Fitnessstudios werden sich in dieser komplett veränderten Branche umsehen müssen, und ihre Alleinstellungsmerkmale neu definieren müssen, um ihre Ziele weiterhin zu erreichen.

Überlege dir also beispielsweise, was ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für dich und deine Kunden ausmacht. Wie kannst du die Message deiner Marke definieren oder neu erfinden? Wie kannst du deinen Mitgliedern jetzt etwas bieten, das von echtem Wert für sie ist?

Schau dir deinen Mitgliederstamm ganz genau an. Vielleicht hattest du vor der Pandemie noch ganz andere Kunden als jetzt. So könnten sich auch ihre Anforderungen an dein Studio geändert haben. Mach dich ans Reißbrett und fang an, deine Mitglieder, ihre besonderen Eigenschaften und die Art und Weise, wie du als Marke auf diese Faktoren eingehen willst, zu definieren.

Wenn deine Mitglieder im Jahr 2021 zum Beispiel hauptsächlich junge Berufstätige sein werden, die Zugang zu Heimtrainingsgeräten und tragbarer Technik haben, könntest du mit dem Gedanken spielen, ihnen eine App zur Verfügung zu stellen, die das Tracking und eine Bibliothek mit virtuellen Trainingsgeräten, die sie bereits besitzen, miteinander verbindet. Desto spezieller die Nische, desto besser!

2. Setze auf den Fortschrittstracking-Trend

Vielleicht sollten wir hier anstatt von einem Trend vielleicht eher von einem kompletten Paradigmenwechsel sprechen. Fitness ist mittlerweile so stark von Technologie durchdrungen, dass sie mittlerweile immer öfter von einer App, einem tragbaren Medium oder einem Tracker begleitet wird.

Deloitte berichtet, dass 65% aller Millennials glauben, dass Fortschrittstracking ein integraler Bestandteil des Trainings ist. Tatsächlich ist das, was anfangs als eine Störung des Fitnessmarktes angesehen wurde, schnell zur Brücke zwischen Kunden, Geschäftsinhabern und sogar Gesundheitsdienstleistern geworden.

Unsere eigene interne Studie hat gezeigt, dass das Aufzeichnen von Trainingseinheiten Anfang März seinen Höhepunkt erreicht hat. So wurden in der von Virtuagym zur Verfügung gestellten App 4,8 Millionen Trainingseinheiten aufgezeichnet.

Clevere Studiobetreiber und Personal Trainer machten sich diesen Trend zu Nutze und erhöhten ihre Online-Angebote, bei denen auch immer häufiger Wearables integriert werden.

Unsere Geschäftskunden investierten mehr Zeit, Geld und Mühe, um über das Fortschrittstracking Teil der Fitnessreise ihrer Mitglieder zu Hause zu sein. Ein positiver Nebeneffekt davon ist die Schaffung von mehr Kontaktpunkten zwischen den Mitgliedern und Mitarbeitern.

Falls du nun noch einen zusätzlichen Anreiz brauchst, um auf der Fortschrittstracking-Welle zu reiten, können wir dir sagen, dass laut dem Weltwirtschaftsforum die Nutzung von Fitness-Apps in der ersten Hälfte des Jahres 2020 um fast 50% gestiegen ist. Von Leaderboards über wöchentliche Step-Challenges bis hin zu maßgeschneiderten Fitness-Apps – heutzutage gibt es mehr zur Fortschrittsverfolgung als Herzfrequenzmesser.

3. Begegne Mitgliedern, wie sie es wollen

Um dein Unternehmen effektiv an die neue Realität anzupassen, musst du eine andere Art von Verbindung zu den Menschen herstellen. Marketing aus der Ferne war früher eine Herausforderung, aber in dieser stark umkämpften Online-Marketing-Landschaft wird es nicht ausreichen, dein Geschäftsangebot einfach neu zu gestalten.

Die Hauptakteure in dieser neuen Realität werden technisch versierte Personen sein, die den Unterschied zwischen Spam und Engagement kennen. Achte also darauf, dass du dich nur so mit deinen Mitgliedern in Verbindung setzt, wie sie es wollen. Womöglich werden deine Bemühungen sonst in den Spam-Ordner umgeleitet.

Benutze zum Beispiel eine individualisierte App mit deinen eigenen Markenelementen, um mit den Mitgliedern deines Studios zu kommunizieren.  Auch die Art der Kommunikation sollte gut durchdacht und ausgeführt sein.

Du würdest beispielsweise kein Gespräch darüber beginnen wollen, einen Strandkörper zu bekommen, wenn aufgrund der Pandemie niemand an den Strand kann.

Gib den Mitgliedern Anleitung zu Themen, die sie auch wirklich wissen wollen. Überrasche sie mit überzeugenden Inhalten, die ihre Bindung an dein Studio weiter stärken.

Zum Beispiel könntest du ihnen Anleitungsvideos zur Verfügung stellen, die ihnen zeigen, wie sie sich in den virtuellen Angeboten, die du ihnen anbietest, zurechtfinden können, und nebenbei könntest du durch eine unterstützende Online-Präsenz auch die Beziehungen zwischen Mitarbeitern und Mitgliedern erleichtern.

Dadurch wird dein Unternehmen im täglichen Leben deiner Mitglieder präsenter, während du gleichzeitig etwas für deinen Markenauftritt tust.

Indem du eine starke Community aufbaust, kannst du schließlich Social Selling als eine zentrale Marketingstrategie für dein Unternehmen etablieren.

4. Nutze die richtigen Kanäle für die richtigen Zielgruppen

Nicht alle Kommunikationskanäle sind für jeden gleich gut geeignet. Je früher du die Unterschiede zwischen den Kanälen erkennst, desto schneller wirst du die Ergebnisse deiner Arbeit bemerken. Wenn du bei Null anfängst, solltest du lernen, wie du Informationen darüber sammelst, wie du mit deinen Mitgliedern kommunizieren kannst, indem du aufmerksamkeitsstarke, originelle Ad-hoc-Marketingkampagnen durchführst.

So kannst du herausfinden, was bei wem funktioniert, und im Gegenzug kannst du die Erkenntnisse, die du über deine Mitglieder hast, nutzen, um deine Marketinginitiativen in Zukunft noch weiter zu optimieren.

Der Schlüssel dazu ist die Kenntnis deiner demografischen Zusammensetzung und zu wissen, wo sie sich am liebsten tummeln. Nehmen wir zum Beispiel unsere Kunden aus der Fitnessbranche: Virtuagym-Kunden können detaillierte Analysen über Clubmitglieder abrufen, die das Alter, das Geschlecht, mit dem sie sich identifizieren, und sogar ihre Ziele und Fortschritte betreffen.

Unsere Klienten können Mitglieder auch in Gruppen segmentieren, so dass sie spezifische Inhalte rund um die Themen, die ihren Mitgliedern am meisten am Herzen liegen, einfügen können.

5. Verwandle deine individuelle App in deine persönliche Marketing-Agentur

Hier ist noch eine weitere raffinierte Idee: Warum machst du deine App nicht zu deiner eigenen Marketing-Agentur? Wenn du eine maßgeschneiderte mobile App hast, die dich mit Einblicken in Geschäftsanalysen, Mitgliederverhalten und Einnahmen bei deinem Geschäft unterstützt, hast du im Grunde genommen eine Marketing-Agentur in der Hand.

Alles, was noch zu tun bleibt, ist, etwas Denkarbeit einzubringen, damit die Daten in deinen Marketingstrategien auch effektiv eingesetzt werden. Überlege dir, ob du nicht In-App-Marketing-Banner und Push-Benachrichtigungen einrichten solltest, um wichtige Nachrichten an deine Mitglieder weiterzugeben.

Eine Sache können wir nicht genug betonen: es müssen wichtige Nachrichten sein. Dass dein Fitnessstudio ein neues Laufband bekommt, ist vermutlich keine Nachricht, die deine Mitglieder sonderlich interessiert. Dass aber zum Beispiel eine Maskenpflicht eingeführt wird, ist definitiv eine Nachricht wert.

Diese Kommunikation ist auch Teil deiner Marketingstrategie.

Achte also darauf, dass sie im Einklang mit deinem Markenauftritt steht und für die Alleinstellungsmerkmale deines Unternehmens spricht.

Brainstorme etwas und mach dir darüber Gedanken, welche Art von Marketing-Inhalten du veröffentlichen möchtest und ob sie für deine Mitglieder relevant sind. So spielst du die Power und Funktionalität der App voll und ganz aus.

6. Last but not least: Sorge für mehr Leads!

Auch wenn es gerade nur vernünftig scheint, zu versuchen, seine Kunden zu halten, so schadet es doch nicht, auch Neukunden anzulocken.

Bevor du jedoch zu neuen Strategien für den Gewinn von Neukunden übergehst, bedenke, dass die Kaufkraft potenzieller Kunden durch die Coronavirus-Krise deutlich geringer sein wird.

Also, wie bei allem, was hier erwähnt wird, musst du ein wenig kreativ denken und forschen, damit du mit deinen Bemühungen nicht voll gegen die Wand fährst.

Der erste Schritt ist, dein Angebot potentiellen Interessenten zugänglich zu machen. Beginne damit, den Wert dessen, was du anbietest, nach innen zu betrachten und wie dieser Wert gesteigert werden kann, um deine Reichweite zu vergrößern.

Wenn du z.B. eine 7-tägige virtuelle Probezeit anbietest, überleg dir, ob du diese nicht auf eine längere Probezeit hochschraubst, um die Leute zu fesseln. Einige Studien haben gezeigt, dass es bis zu 21 Tage dauert, bis sich die Leute eine Gewohnheit entwickelt haben; andere haben gesagt, dass es 66 Tage dauert.

Diskussionswürdige Studienergebnisse beiseite, du musst nicht gleich aufs Ganze gehen mit kostenlosen Probeversionen für deine Mitglieder, kannst so aber bestimmt den einen oder anderen Lead gewinnen.

Erwäge, 30-Tage-Challenges als Magneten für die Kundenbindung einzusetzen oder biete ihnen Heimtraining an, damit sie die App nutzen können.

Im Anschluss kannst du sie dann einfach weitervermarkten. Darüber hinaus kannst du in deiner App verschiedene fortgeschrittene Features als Upsell verkaufen. Oder deine Mitglieder sogar von zuhause aus coachen, wenn du das Budget dafür hast!

Für dieses neue Umfeld gibt es natürlich nicht die eine, richtige Lösung

Die Anpassung deines Unternehmens an die neue Realität wird zweifellos Herausforderungen, Schwierigkeiten und hoffentlich auch Triumphe mit sich bringen. Es kann sein, dass du mit deinen Lösungsansätzen in Zukunft etwas kreativer sein musst.

Die oben beschriebenen Marketing-Tipps unterscheiden sich nicht radikal von traditionellen Marketing-Strategien. Der Hauptunterschied liegt darin, dass man sich Gedanken über die nahtlose Integration von Online- und Offline-Räumen macht, so dass deine Marketingstrategie dabei hilft, dein gesamtes Geschäft wie eine fein abgestimmte Maschine am Laufen zu halten.

Melania Armento

Melania is a SEO specialist at Virtuagym, one of the leading innovators in the digital health and fitness industry. With 6+ years experience in marketing, she loves fitness, ranking keywords with high monthly search volume, as well as taking advantages of long summer days and warm weather.

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